Wie findet man eine Partnergemeinde ?
Ausgangspunkt: Gibt es schon eine Städtepartnerschaft?
Es wäre unnütz, wenn politische und Kirchengemeinde Anstrengungen in unterschiedliche Richtungen unternähmen, um eine Partnergemeinde zu finden.
Wenn schon eine Städtepartnerschaft vorhanden ist, gibt es für die Kirchengemeinde zwei Möglichkeiten:
- Man könnte dem Stadtrat mitteilen, dass die Kirchengemeinde an einer Partnerschaft interessiert ist.
- Bleibt dieser Vorschlag erfolglos, kann man eine von der Stadt unabhängige Partnerschaft mit einer Kirchengemeinde anstreben. Vielleicht kann man zu späterer Zeit das Interesse der Stadt an dieser Partnerschaft wecken und Unterstützung von dieser Seite erhalten.
Wo fängt man an?
Welche Basis ist in der eigenen Gemeinde vorhanden?
- Sprachkenntnisse: Sprechen die Gemeindemitglieder eine Fremdsprache? Hier könnten Schulen oder die Volkshochschule helfen.
- Entfernung von der Partnergemeinde: Sind Wochenendbesuche möglich? Wie mobil sind die Gemeindemitglieder?
- Kosten: Nicht alle Gemeindemitglieder können sich Fahrten in die Partnergemeinde leisten. Wie kann man helfen?
- Zeit: Ferienzeiten sind, besonders für Eltern mit Kindern, zu berücksichtigen.
- Konfessionsfragen: Eien unterschiedliche Kirchenordnung könnte Probleme bereiten. Klären Sie das vorher mit den Kirchenbehörden ab.
Kennen Sie Leute, die Freunde im Ausland haben? Könnte aus diesem Kontakt eine Kirchenpartnerschaft entstehen?
Kennen Sie Leute, die beruflich im Ausland zu tun haben, und an einem bestimmten Ort besonders freundlich empfangen worden sind?
- Wichtig ist, dass die Nachbargemeinden über Ihre Pläne informiert sind!
Fragen, die im (ökumenischen) Kirchenrat geklärt werden könnten:
- Es wäre ideal, wenn die Kirchenpartnerschaft interkonfessionell ist.
- Sie können Vertreter der örtlichen Kirchen in den Partnerschaftsausschuss einladen.
Fragen, die in der Gemeinde geklärt werden könnten:
- Gibt es Kontakte mit Schulen, Sport- oder Musikvereinen?
- Vielleicht gibt es Einstiegsmöglichkeiten über den Rotary Club oder die Handelskammer. Aber Vorsicht: Die Partnerschaftsbesuche sollten keine Wohltätigkeitsveranstaltung sein.